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Aufgrund häufiger Verwechslungen informiert dieser Artikel über Unterschiede der Teekanne aus Gusseisen und den Wasserkessel aus Gusseisen. Bei Produktbezeichnungen gibt es häufig Ungenauigkeiten und oftmals ist es auf dem ersten Blick unklar, um welches Gusseisen-Objekt es sich handelt. Im europäischen Handel erhältlich sind zu einem überwältigendem Anteil Gusseisen-Teekannen verbreitet, während der Tetsubin – so wird der traditionelle japanische Wasserkessel genannt – eigentlich nur unter Teekennern, die mit der ursprünglichen japanischen Teezeremonie vertraut sind, verwendet wird.

Tetsubin Teekessel aus Gusseisen

Der Tetsubin ist ein japanischer Wasserkessel aus Gusseisen, der aufgrund seiner hohen Wärmespeicherung schon vor hunderten Jahren gerne verwendet wurde. Der Gusseisenkessel dient zum Aufkochen und Heißhalten des Teewassers und wird der japanischen Teezeremonie beigestellt. In Asien ist es Brauch immer nur kleine Tassen Tee aufzugießen, da dort gerne frisch und in kleinen Mengen getrunken wird. Der Tetsubin kann einen zweiten oder dritten Aufguss innerhalb einer Stunde mit heißem, mit Eisen angereichertem Wasser zur Verfügung stellen. Die allgemeine Aussage, dass der Teekessel Eisenpartikel abgibt, muss relativiert werden. Moderne Teekannen müssen nicht zwangsläufig unbeschichtet sein, vielmehr werden Tetsubine entweder mit einer dünnen, natürlichen Lackierung aus Baumharz beschichtet oder nach dem Guss ein zweites Mal auf 800°C beschickt, um die Oxidation zu stoppen. Beides dient der Rosthemmung.

Traditionell handgefertigte japanische Gusseisen-Teekessel

Der Tetsubin erfährt in hiesigen Gefilden keine hohe Verbreitung und ist möglicherweise als toll designtes Dekortions- und Sammlerobjekt begehrter als zur Teebereitung. Dennoch lohnt sich für fortgeschrittene Teeliebhaber über ein solches Investment nachzudenken, um noch tiefer in die japanische Trinkkultur eintauchen zu können. Die Preise für diese Art von Kannen liegen ausschließlich im höheren Bereich, ganz einfach, weil es sich ausschließlich um Handmade-Unikate handelt, in die bei der Herstellung viel Sorgfalt und Handwerkskunst geflossen sind.

Teekanne aus Gusseisen

Sozusagen stellt der Tetsubin den Prototypen für die Gusseisen-Teekanne dar, denn bei der Herstellung kommt nur ein weiterer Schritt dazu, der den Teekessel zu einer Teekanne umfunktioniert: Nach dem Guss wird dem Innenleben eine Beschichtung aus Emaille hinzugefügt, um den westlichen Gepflogenheiten Tribut zu zollen. Denn es besteht schon immer Nachfrage an hochwertigen asiatischen Küchenutensilien, weshalb man seit den 1960er Jahren für den Export das bekannte und gefragte Design des Wasserkessels auf Teekannen übertragen hat.

Außerhalb des asiatischen Kulturkreises ist die gewollte Abgabe von Eisenpartikeln nicht verbreitet, sodass die Innen-Emaillierung einer Teekanne aus Gusseisen hygienisch und rostfrei gehalten werden kann. Das integrierte feinmaschige Tee-Sieb aus Edelstahl, das nach Belieben entnommen werden kann, trägt seinen Teil dazu bei, als Teekanne auf dem Tisch und nicht auf dem Herd, zu stehen. Denn anstatt Wasser zu kochen und anschließend heiß zu halten, wird der Tee in der Gusseisenkanne lediglich aufgebrüht und als wärmeisolierender Behälter für eine ausgiebige Teezeremonie verwendet, was diesem Kannentyp einen Vorteil gegenüber Teekannen aus Keramik oder Glas verschafft.

Demnach ist die Gusseisenkanne nicht zum Erhitzen geeignet, weil dadurch die Innenbeschichtung zerstört werden kann. Bei richtiger Pflege hält eine hochwertige Teekanne aus Gusseisen mit Innenbeschichtung bei guter Pflege ein Leben lang.

Traditionell handgefertigte japanische Gusseisen-Teekannen

Teetrinker, die sich gerne Zeit nehmen und ihren Teegenuss ein wenig zelebrieren wollen; mehr in die Geschmackswelten von Schwarztee oder Grünen Tee eintauchen möchten, und die es Leid sind Teebeutel in einer Tasse aufzubrühen, werden mit einer Teekanne aus Gusseisen glücklich. Sowohl dem Tetsubin als auch der Gusseisenkanne werden leicht geschmacksbeeinflussende Eigenschaften zugesprochen. Die Teepatina, die sich im Laufe der Zeit im Inneren bildet, verleihen dem Tee Charakter und wirken entbitternd. Relative geschmacksarme und neutrale Teesorten kommen dann so richtig zur Geltung, wohingegen säurehaltige Früchtetees vermieden werden sollten, weil sie die Innenbeschichtung gefährdet.

Handgemachte & hochwertige Teekannen aus Gusseisen

Die qualitativen Unterschieden und damit auch die Unterschiede bei den Preisen sind enorm. Billige Teekannen aus Gusseisen verzeihen eine unpflegliche Behandlung noch weniger, als Modelle, die nur mit Naturmaterialen hergestellt worden sind und über ein Markenzeichen verfügen. Bei Schnäppchen wie bspw. eine Gusseisenkanne in der Zwei-Liter-Größe für 20€ sollte man sich wirklich fragen, wie der Preis so günstig zu Stande kommen kann.

Günstige & qualitativ anständige Teekannen aus Gusseisen

Ihre elegante Erscheinung mit dem traditionellen Arare- oder Kambin-Muster trägt zur Faszination der Teekanne aus Gusseisen bei. Es gibt Modelle, die eher kugelförmig, bauchig oder flach sind. Der Deckel besteht ebenfalls aus Gusseisen, bei einigen Modellen auch aus Porzellan, welches die Oxidation an einer häufigen Roststelle verhindert.

Kombimodelle aus Gusseisen

Es gibt einige wenige Kombi-Modelle, die ein Erhitzen des Gusskörpers als auch das Aufgießen von losen Tee ermöglichen. Diese Tetsubin-Teekannen sind ebenfalls mit einer Innenbeschichtung aus Emaille versehen. Im Gegensatz zur normalen Gusseisenkanne wird die Beschichtung aber aufgrund aber ihres speziellen Gusses bei Hitze nicht zerstört. Diese Kombimodelle, wie bspw. der KIKKO von Iwachu, sind überaus praktisch, wenn man die Teebereitung variieren möchte und auch sonst nicht so zimperlich mit seiner Gusseisen-Teekanne umgehen möchte.

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